Schöpfung im Monat April: Umwelt-Tipp

Wer schön sein will, muss fragen.

Die Modebranche ist der zweitgrößte Umweltverschmutzer der Welt. Jährlich werden über 100 Milliarden Teile produziert, die im Durchschnitt im folgenden Jahr wieder ersetzt werden. Nur ca. ein Prozent wird recycelt. Die Natur wird zerstört, Menschen, Tiere und Ressourcen ausgebeutet, um der Schönheit Willen. Das schreibt Christiane Arp, Chefredakteurin der Modezeitschrift Vogue.

Allerdings sieht sie auch einen Silberstreifen am Horizont. Immer mehr Kunden fragen nach Nachhaltigkeit, Umweltschutz und Arbeitsbedingungen bei der Suche nach Kleidung. Die Masse der kritischen Käufer ist inzwischen so groß, dass ein langsames Umdenken bei den Marken stattfindet. Die Redaktion gibt auch Tipps, wie Sie erkennen können, ob der Hersteller es ernst meint mit seinem „nachhaltigen Marketing“.

  • Behauptungen müssen durch Zahlen untermauert sein. Gibt es öffentlich zugängliche messbare Ziele, wie sich Auswirkungen auf die Umwelt reduzieren?
  • Es reicht nicht aus, Viskose, Zellwolle und Bambus in den Stoffen zu verwenden. Es muss auch erkennbar sein, welche Anbaubedingungen herrschen und wie sie verarbeitet werden.
  • Vegan ist von der Umwelt her gesehen nicht unbedingt die bessere Alternative. Die Ersatzstoffe werden meist aus Erdöl gewonnen.
  • Ein wichtiger Punkt bei der Frage zur Nachhaltigkeit sind die Menschen, die am Herstellungsprozess beteiligt sind. Gerade am Beginn der Wertschöpfungskette ist die Arbeitssicherheit erbärmlich und die Unterdrückung sehr hoch.
  • Gibt es Zertifizierungen? Decken sich deren Ansprüche auch mit den Ihrigen?
  • Kann man das Bestreben nach Nachhaltigkeit im gesamten Unternehmen wiederfinden?

Das Coronavirus gibt uns die Chance, den Verzicht zu üben. Wir sollten dies nutzen, um uns bewusst für oder gegen etwas zu entscheiden. Einen Pullover, der teurer und nachhaltiger ist, trägt man länger und zufriedener.

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