Schöpfung im Monat Mai: Umwelt-Tipp

Das Eis ist gebrochen!

Vermutlich gehört Roald Amundsen, der bekannte Polar­forscher, zu den ersten Menschen, die am 12. Mai 1926 den geographischen Nordpol betraten. Für ihre Reise benutzten sie ein Luftschiff, eine Fahrrinne durchs Wasser gab es nicht. Man konnte sich auch nicht vorstellen, dass so etwas je möglich werden würde.

Heute, knapp hundert Jahre später, kann man diese Reisevariante durchaus in Erwägung ziehen. Forscher der Universität Hamburg haben berechnet, dass bereits vor 2050 der Nordpol in einigen Sommern nahezu eisfrei sein wird. Eine Analyse von 40 Klimamodellen hat ergeben, dass dies auch geschieht, wenn es gelänge die berühmten „2 Grad Temperaturanstieg“ einzuhalten.

Jede Tonne CO2, die ausgestoßen wird, lässt drei Quadratmeter Eis schmelzen. In Deutschland werden pro Jahr etwa 40 Milliarden Tonnen ausgestoßen. Wir erreichen damit etwa Platz 10 in der Weltrangliste. Durch den deutschen Beitrag schmelzen also 120.000 Quadratkilometer pro Jahr. Das ist eine größere Fläche als Bayern und Niedersachsen zusammen haben.

Welche weiteren Auswirkungen ein eisfreier Sommer am Nordpol haben wird, ist Gegenstand der weiteren Untersuchungen. Aber eines steht jetzt schon fest: Es wird sich einiges ändern, nicht nur zum Guten.

Mehr Info:
Umwelt-Team: Startseite
Umwelt-Team: Warum gibt es uns? hier
Umwelt-Team: Worauf wir Wert legen hier
EMAS-Zertifizierung: hier
Schöpfungsleitlinien: hier
Monatlicher Umwelt-Tipp: hier
Umweltprogramm (Umwelterklärungen): hier
Fairtrade-Stadt Penzberg: hier