Schöpfung im Monat November

Das Klimaschutzgesetz wird es richten?

Sicher wollten Sie schon immer selbst Strom mittels der Sonne erzeugen. Aber Sie haben keine eigenen Flächen, wo Sie eine Photovoltaik- (PV-) Anlage aufstellen können? Seit einiger Zeit gibt es jedoch einen Weg, zum Umweltschutz beizutragen und Ihre Energieausgaben zu verringern, ein klein wenig jedenfalls.

Es werden Geräte unter zahlreichen Bezeichnungen angeboten, die in etwa lauten: Mini/Mikro Solar Anlage, plug in Solar Anlage, plug in PV Gerät, Balkon-Solaranlage, mikro Solar Generator oder Stecker-Solar-Geräte. Allen gemeinsam ist, dass es sich um PV-Module bis 600 Watt (800 Watt) handelt. Sie werden in der Regel auf dem Balkon angebracht, haben eine Größe von etwa 100 x 170 x 7 Zentimetern, bei einem Gewicht von 18 bis 26 Kilogramm.

In der Welt der Regierenden wird es gefeiert und auch kritisiert. Ein Klimaschutzpaket wurde auf den Weg gebracht, das gesetzlich verbindliche Klimaziele festschreibt. Als Maß wird der jeweils entsprechende Kohlendioxidausstoß festgelegt.

Man kann nun darüber diskutieren, ob die Regelungen ausreichend sind oder zu weit gehen oder aber nicht weit genug. Man sollte sich aber bewusst sein, dass sich nun die eigene Verantwortung zum Handeln leicht in die Hände des Staates übertragen lässt. Ich könnte nun weiterleben wie bisher und z.B. schimpfen, weil „die da oben“ nichts zustande bringen.

In der Neuen Züricher Zeitung nimmt sich Stephan Buhofer eines Themas an, das nicht oder nur sehr selten in der Klimadebatte vorkommt: der Verzicht. Wir leben in einer Zeit des rasanten technologischen Fortschritts. Technik bringt aber auch Probleme mit sich. Andererseits finden wir durch neue Technik neue Lösungen.

Unser Wohlstand ist durch das Festhalten an Komfort, Sicherheit und Vergnügen zweifelsfrei gestiegen. Nachhaltigkeit, Bewahrung der Schöpfung und schonender Umgang mit den Ressourcen haben sich zu Stützpfeilern für die Wirtschaft entwickelt. Die Lebenserwartung hat zugenommen. Der Fortschrittsglaube hat jedoch eine Eigenschaft ersetzt, die in früheren Zeiten überlebensnotwendig war: die Genügsamkeit.

Enthaltsamkeit war eine gesellschaftlich anerkannte und praktizierte Tugend. Die Werteordnung hat sich radikal geändert. Körperliche Arbeit wurde zunehmend von Maschinen erledig. Es entstand der Eindruck, dass das Leben keine Probleme hervorbringt, die nicht durch Technik und Wissenschaft zu lösen sind. Das Wissen um den Schutz und die Stärke einer zusammen gehörenden Gruppe ging dabei zunehmend verloren.

Buhofer fordert uns, den Einzelnen, dazu auf, mehr für das Gemeinwohl zu leisten, auch wenn wir deshalb das eine oder andere Opfer bringen müssen. In einer Welt, in der die Rechtsprechung immer umfassender wird, sich die Gesetze also vermehren, wird die Eigenverantwortung bedeutungsloser. Wir meistern unser Leben nicht mehr, sondern treiben sorglos dahin.

Raffen wir uns auf und benutzen unseren gesunden Menschenverstand!